1931
Lars Wenaas gründet 1931 in seinem Elternhaus in Måndalen eine Textilfabrik – ein kleines Bekleidungsunternehmen im Keller seines eigenen Hauses, mit einer Handvoll Mitarbeitenden. Nach dem Krieg verlief der Start zunächst etwas schleppend, doch nach einigen entbehrungsreichen Kriegsjahren stieg die Nachfrage nach neuer Kleidung. Die Produktion nahm zu, und man war dabei, aus dem Keller herauszuwachsen.
1950-70
Wenaas wächst und erhält zunehmend regelmäßige Lieferungen und Verträge. Eine verstärkte Innovation, insbesondere im Bereich Arbeitskleidung für die Bau- und Anlagenbranche. Mehr Eigenproduktion von Arbeits- und Freizeitbekleidung anstelle der Produktion für andere Marken und Einzelhandelsketten schafft Wachstum. Ein neues Fabrikgebäude namens Tegelhuset wurde Anfang der 1950er-Jahre in Måndalen fertiggestellt.
1970-1990
Das Öl- und Industrieabenteuer stellt völlig neue Anforderungen an Arbeitskleidung. Wenaas wird ein Pionier in der Entwicklung und Produktion flammhemmender Arbeitskleidung. Der Ausbau des Direktvertriebs und der verstärkte Fokus auf den Verkauf direkt an Kunden bzw. Endanwender nehmen zu. Die Marke „Wenaas“ wird eingetragen, und der Begriff Wenaas Arbeitskleidung entsteht (Anfang der 1970er-Jahre). Die erste Exportlieferung wird mit einem Vertrag nach Schweden – Göteborg – registriert. Die Lagerkapazitäten werden erweitert, um größere Produktionsmengen zu ermöglichen.
In Måndalen wird eine neue Fabrik mit vollständig neuer Technologie gebaut und als Europas modernste und wettbewerbsfähigste Textilfabrik ausgezeichnet. In der neuen Fabrik wird ein Hängertransportsystem installiert, das zu einer deutlichen Reduzierung der Transportzeiten zwischen den einzelnen Nähoperationen führt. Die Entwicklung und der Einsatz der modernsten verfügbaren Technologien sorgen dafür, dass Wenaas in Bezug auf eine effiziente Produktion an der absoluten Spitze steht.
Wenaas etabliert eine Niederlassung in Stavanger, die komplette Lieferungen von Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhen und persönlicher Schutzausrüstung direkt an die Ölindustrie liefert. Gemeinsam mit Textilherstellern (Dale) beginnt Wenaas mit der Entwicklung und Produktion flammhemmender Bekleidung für die Schwerindustrie sowie für Offshore-Unternehmen. Ab den frühen 1980er-Jahren und über viele Jahre hinweg verzeichnet Wenaas ein starkes Wachstum und ist führend im Bereich Arbeitskleidung. Verträge mit Aker, Statoil, Hydro, der Straßenverwaltung (Vegvesenet) und der norwegischen Eisenbahn (Jernbaneverket) sichern regelmäßige Lieferungen und weiteres Wachstum.
1990-2000
Wenaas übernimmt eine führende Rolle in der Entwicklung von flammhemmenden und Warnschutz-Kollektionen und ist der erste Anbieter, der Bekleidung in beiden Kategorien liefert. Zudem nimmt Wenaas eine führende Position im Bereich Uniformbekleidung ein. Wachstum erfolgt durch den Erwerb von Herstellern, unter anderem für Handschuhe und Sicherheitsschuhe, sowie durch strategische Übernahmen von Händlern und Wettbewerbern. W112 mit Bekleidung für den Brand- und Rettungssektor wird durch den Erwerb eines führenden Herstellers zu einem wichtigen strategischen Schwerpunkt.
Im Laufe der 1990er-Jahre wurden zunehmend EN-Normen eingeführt (Normen, die Anforderungen an Design und textile Eigenschaften definieren, damit ein Kleidungsstück bei gefährlichen Arbeitsprozessen eingesetzt werden kann). Wenaas verfügt bereits über langjährige Erfahrung mit flammhemmender Bekleidung und übernimmt eine führende Rolle bei der Entwicklung zertifizierter Bekleidung für die Industrie. Wenaas war außerdem der erste Anbieter, der Arbeitskleidung mit Anforderungen an fluoreszierende Eigenschaften in Kombination mit Reflexelementen entwickelte, um die Sicherheit von Beschäftigten zu gewährleisten, die auf und entlang stark befahrener Straßen arbeiten.
Einige der Übernahmen in den 1990er-Jahren: Durch die Übernahme einer Reihe von Wettbewerbern und Händlern erschließt sich Wenaas neue große Kundengruppen sowie zusätzliche Vertriebs- und Distributionskanäle. Unternehmen aus dem Bereich Uniform- und Profilbekleidung werden als neue Kundengruppe in die Kundenliste aufgenommen und erhalten innerhalb kurzer Zeit große Lieferaufträge, unter anderem für die Post (Posten/Bring) und die Norwegische Staatsbahn (NSB – Zug und Bus, später VY). Die Uniformabteilung von Wenaas nimmt in diesem Markt eine führende Rolle ein, basierend auf Fachwissen, Erfahrung und einem starken Ruf.
Ein Unternehmen im Bereich Feuerwehrbekleidung (ARY), heute bekannt als die Warengruppe W112 und führend in der Belieferung des Brand- und Rettungssektors mit Arbeitskleidung, wird Teil von Wenaas. Schuhfabriken und Handschuhhersteller werden übernommen, was die Kompetenz erweitert und sicherstellt, dass Wenaas als Komplettanbieter mit eigenen Marken auftritt. Wenaas setzt auf die Begleitung der Exportindustrie, indem sich das Unternehmen international dort etabliert, wo seine Kunden tätig sind.
2000-2010
Wenaas entwickelt neue Logistiklösungen mit Webshop- und EDI-Lösungen, die den Kunden eine höhere Kosteneffizienz bieten. Die Webshop-Lösungen können individuell auf jeden Kunden zugeschnitten und in andere ERP-Systeme integriert werden, um eine nahtlose Auftragsabwicklung sicherzustellen. Es wird eine enge Zusammenarbeit mit Prüfinstituten, dem FHIO und SINTEF aufgebaut, um die Entwicklung und Innovation komplexer Arbeitskleidungskonzepte voranzutreiben sowie die Zertifizierung von Kollektionen sicherzustellen. Wenaas wird Teil der Kwintet-Gruppe (Industrikapital) zusammen mit vier weiteren führenden Anbietern von Arbeitskleidung in den nordischen Ländern.
2010-2015
Fokus auf die Optimierung des Konzerns. Zentralisierung von Funktionen. Entwicklung solider CSR-Lösungen für alle Produktionsstandorte und Partner. Die globale Finanzkrise trifft auch Industrikapital. Der Konzern konzentriert sich auf die Optimierung und Zentralisierung von Funktionen wie Finanzen, Logistik und Einkauf. Die Web-Lösung wird weiterentwickelt, um komplexe Kundenlösungen abzubilden, Logistikprozesse zu vereinfachen und zu Zeit- sowie Kosteneffizienz beizutragen.
2015-2018
Die Cotton Group übernimmt Wenaas, und die neue Unternehmensführung verlegt den Hauptsitz zurück nach Måndalen. Eine neue Geschäftsleitung wird in Måndalen etabliert, mit Fokus auf eine schlanke Verwaltung und kurze Wege von der Entscheidung zur Umsetzung. Die Philosophie des „alten Wenaas“ kehrt zurück (Fokus auf Produktentwicklung, effizienten und hochwertigen Kundenservice sowie effektive Logistik – der Kunde steht im Mittelpunkt).
2018-2022
Starkes organisches Wachstum und eine intensive Fokussierung auf Neuentwicklung, Innovation und Markteinführungen. Gründung von Vertriebsbüros und Logistikzentren in Aberdeen, den Niederlanden, Singapur, Schweden, Dänemark und Australien sowie Zusammenarbeit mit Partnern in den USA und Kanada. Durch die konsequente Investition in Neuentwicklung, Innovation sowie modernes Design und moderne Formensprache werden zahlreiche neue Kollektionen eingeführt, darunter: – Neue Kollektionen mit Stretch, sowohl im Bereich Warnschutz, Handwerkerbekleidung als auch flammhemmende Arbeitskleidung.
2018-2022
Neues, modernes Design für Profil- und Handwerkerbekleidung, bei dem die Grenzen zwischen traditioneller Arbeitskleidung und Freizeitbekleidung zunehmend verschwimmen. Eine standardisierte, lagergeführte Uniformkollektion (Konzept) wird eingeführt. Ein neues Handschuh- und Schuhkonzept wird auf den Markt gebracht. Im Bereich Lager und Logistik wird ein neues AutoStore-Lagersystem geplant.