Arbeitshandschuhe
Es kann eine Herausforderung sein, den richtigen Arbeitshandschuh auszuwählen, insbesondere unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aufgaben und Zulassungsvorgaben. Es gibt eine große Auswahl an Handschuhen mit verschiedenen Eigenschaften und Zertifizierungen, und es ist nicht immer einfach zu wissen, welcher am besten passt.
Wir können Ihnen helfen, einen besseren Überblick zu bekommen, sodass Sie eine sichere und fundierte Entscheidung beim Kauf von Handschuhen treffen können.
EN-Normen – Schutzhandschuhe
Die Normen enthalten Anforderungen und Prüfverfahren dafür, wie die Produkte getestet und gekennzeichnet werden müssen.
EN ISO 21420:2020: Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren
EN 388:2016 + A1:2018: Mechanische Risiken
EN 374:2016: Gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen
EN 12477:2001 + A1:2005: Schweißen
EN 407:2020: Handschutz gegen thermische Gefahren
EN 511:2006: Kälte (bis zu -50 °C)
EN 455: Medizinischer Gebrauch
ASTM F2675/F2675M – 19: Schutz gegen Lichtbogen
ANSI/ISEA 138-2019: Stoßschutz
EN 388 versus ANSI/ISEA? Was ist der Unterschied?
Beim Auswahl von Schutzhandschuhen ist es entscheidend, die verschiedenen geltenden Normen zu verstehen, um den bestmöglichen Schutz vor Verletzungen zu gewährleisten. Zwei der bekanntesten Normen sind die europäische EN 388-Norm und die amerikanische ANSI/ISEA 105-Norm. Diese Normen unterscheiden sich in ihren Ansätzen und Prüfmethoden. Lassen Sie uns Ihnen die Unterschiede erläutern.
Montagehandschuhe
Beispiel eines Montagehandschuhs
Montagehandschuhe gibt es in vielen Ausführungen: vollständig getaucht, halb getaucht, vorgeformt, mit Stoßschutz und mit Schnittschutz.
Unsere enganliegenden Arbeitshandschuhe mit Sanitized®-Ausrüstung
Mehrere der enganliegenden Arbeitshandschuhe von Wenaas sind mit Sanitized® behandelt. Das bedeutet, dass sie dauerhaft ausgerüstet sind, um die Sicherheit und Hygiene der Handschuhe zu gewährleisten, indem das Vorhandensein und das Wachstum von Bakterien beseitigt oder reduziert wird.
Stoßschutzhandschuhe
Stoßschutzhandschuhe sind dafür ausgelegt, die Hände vor Quetsch- und Aufprallverletzungen zu schützen – insbesondere an den Knöcheln und dem Handrücken – die durch schwere Gegenstände verursacht werden.
Stoßschutzhandschuhe bestehen sowohl aus Textil- als auch aus Ledermaterialien. Die Handschuhe können zusätzliche Eigenschaften wie Schnitt-, Chemikalien-, Hitze- oder Kälteschutz aufweisen, sodass sie kombinierten Arbeitsrisiken standhalten können. Diese Handschuhe eignen sich besonders gut für Bauarbeiten, Offshore-Einsätze, die Schifffahrt und die Schwerindustrie, wo das Risiko von Quetschverletzungen und der Bedarf an hoher Robustheit entscheidende Faktoren sind.
Beispiel eines Stoßschutzhandschuhs.
AUFPRALLTEST
EN-NORMEN = BESTANDEN / NICHT BESTANDEN
ANSI/ISA = SKALA DER ZULASSUNGSSTUFEN
Arbeitshandschuh Wenaas 400
Arbeitshandschuh Wenaas 410
Schnittschutz-handschuhe
Arbeitshandschuhe mit engem Sitz, hoher Langlebigkeit und Schnittschutz — vorzugsweise aus einem gestrickten Material mit Glasfaseranteil.
- Enger Sitz und hohe Langlebigkeit
- Schnittschutz
- Geeignet für alle Arten von Montagearbeiten und verschiedene industrielle Anwendungen
- Allround-Kategorie, die für viele Einsatzbereiche geeignet ist
Ideal für Branchen mit hohen Anforderungen an Langlebigkeit und Schnittschutz, wie z. B. technische Gewerke, Elektriker und Montagearbeiten.
Beispiel eines Schnittschutz-handschuhe.
Schnittschutz-handschuhe mit Stoßschutz.
Arbeitshandschuh Wenaas 200
Arbeitshandschuh Wenaas 225
Arbeitshandschuh Wenaas 299
TENCEL™ LYOCELL von Lenzing AG Eine der besten nachhaltigen Alternativen zu Baumwolle ist TENCEL™ Lyocell. TENCEL™ Lyocell-Fasern werden aus Holz gewonnen, einem Rohstoff aus kontrollierten und zertifizierten Wäldern. Diese Zellulosefasern botanischen Ursprungs werden in einem einzigartigen, geschlossenen Produktionskreislauf hergestellt, der die Umweltbelastung minimiert — ein Verfahren, das Wasser sowie 99,8 % des bei der Produktion verwendeten Lösungsmittels recycelt. Der Wasserverbrauch für die Herstellung von TENCEL™ Lyocell-Fasern beträgt 46 L/kg, im Vergleich zu 994 L/kg bei herkömmlicher Baumwollproduktion.
Die Fasern bieten eine hohe technische Leistungsfähigkeit, nehmen Feuchtigkeit effizient auf und sind sanft und weich auf der Haut. Sie absorbieren nicht nur 50 % mehr Feuchtigkeit als Baumwollfasern, sondern die Feuchtigkeit verdunstet auch schneller — was dazu beiträgt, dass man sich kühler und trockener fühlt. Kleidung aus TENCEL™ Lyocell-Fasern behält ihre Farbe selbst nach vielen industriellen Wäschen — ein großer Vorteil für dauerhafte Farbbrillanz.
Deshalb sind wir überzeugt, dass TENCEL™ Markenfasern perfekt mit unseren Nachhaltigkeitsstandards übereinstimmen und gleichzeitig die Schutz- und Komforteigenschaften unserer Produkte verbessern.
TENCEL™ Lyocell Handschuh
Arbeitshandschuhe mit Lichtbogenschutz
Arbeitshandschuhe mit Lichtbogenschutz können den extremen Temperaturen und dem Druck standhalten, die mit elektrischer Spannung einhergehen.
- Lichtbogenschutz
- Hält extremen Temperaturen und Druck stand
- Speziell entwickelt für Hochspannungs- und Elektroarbeiten
Die Handschuhe eignen sich besonders für Elektriker, Leitungsmonteure und andere Fachkräfte, die mit Hochspannungsanlagen, Transformatoren und elektrischen Systemen arbeiten.
Arbeitshandschuh mit Lichtbogenschutz.
Kategorien helfen dabei, das richtige Schutzniveau gegen Lichtbogenexposition sicherzustellen.
Der Lichtbogenschutz wird anhand der Fähigkeit des Materials gemessen, den Wärmetransfer eines Lichtbogens zu widerstehen, ausgedrückt als ATPV (cal/cm²). Der ATPV-Wert gibt die Energiemenge an, die das Material durchdringt – je höher der ATPV-Wert, desto besser der Schutz.
Lichtbogen-Kategorien (1–4) definieren Mindestschutzstufen gemäß der Norm NFPA 70E (Sicherheit bei elektrischen Arbeiten).
Die Kategorien im Bereich Lichtbogenschutz beziehen sich auf die Schutzstufen, die in Arbeitssituationen mit hohem Lichtbogenrisiko erforderlich sind. Diese Kategorien sind in der amerikanischen Sicherheitsnorm NFPA 70E definiert. Jede Kategorie erfordert ein Mindestmaß an Lichtbogenschutz, gemessen in Kalorien pro Quadratzentimeter (cal/cm²), um das Risiko von Verbrennungen zu reduzieren.
Die Prüfmethodik bestimmt das Schutzniveau des Handschuhs gegen elektrische Lichtbögen, indem die Wärmemenge gemessen wird, die während und nach der Exposition gegenüber einem elektrischen Lichtbogen durch das getestete Material übertragen wird. Der ATPV-Wert (Arc Thermal Performance Value, cal/cm²) gibt die Energiemenge an, die den Handschuh bzw. das Material durchdringt und mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit ausreicht, um den Beginn einer Verbrennung zweiten Grades zu verursachen. Je höher der im Test erreichte ATPV-Wert, desto höher ist das Schutzniveau des Handschuhs gegenüber Lichtbogeneinwirkung.
Handschuhe mit Lichtbogenschutz können Verletzungen bei Lichtbogenexposition deutlich reduzieren, beseitigen das Risiko jedoch nicht vollständig. Das Schutzniveau kann verringert werden, wenn die Handschuhe mit Substanzen wie Benzin, Diesel, Öl, Schweiß, Schmutz, Fett oder anderen Verunreinigungen in Kontakt kommen. Vor der Verwendung ist der Träger dafür verantwortlich, geeignete Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltmaßnahmen zu treffen und alle relevanten Arbeitsplatzvorschriften einzuhalten. Derzeit existiert kein Piktogramm für diese Norm, jedoch wird der ATPV-Wert auf dem Handschuhetikett angegeben.
Kategorie 1
1. Geringes Risiko.
2. Schutz vor Energielevels bis zu 4 cal/cm².
3. Grundlegende lichtbogengeprüfte Kleidung und Handschuhe, wie ein langärmliges Hemd und eine Hose.
Kategorie 2
1. Mittleres Risiko.
2. Schutz vor Energielevels bis zu 8 cal/cm².
3. Langlebigere, lichtbogengeprüfte Schutzausrüstung, einschließlich robusterer Handschuhe.
Kategorie 3
1. Hohes Risiko.
2. Schutz vor Energielevels bis zu 25 cal/cm².
3. Erfordert besonders robuste, lichtbogengeprüfte Schutzkleidung und vollständig schützende Handschuhe.
Kategorie 4
1. Extremes Risiko.
2. Schutz vor Energielevels bis zu 40 cal/cm².
3. Vollkörperschutz, einschließlich Haube, Gesichtsschutz und hitzebeständiger Handschuhe.
Winterhandschuhe
Wenaas 300-Kollektion
Winterhandschuhe Wenaas 300
Allgemeine Arbeitshandschuhe
Wenaas 700-Kollektion
Schweißer- und hitzebeständige Handschuhe
Wenaas 500- Kollektion
Uniformhandschuhe
Wenaas 800- Kollektion
Chemikalienschutzhandschuhe
Einweghandschuhe
Textilhandschuhe
Natürliche Wärme und Komfort mit Merinowolle!
Winterhandschuhe aus Merinowolle bieten natürliche Wärme und Atmungsaktivität und halten die Hände trocken – von leichten Unterziehhandschuhen bis hin zu robusten Modellen mit Schnittschutz. Komfort und Schutz, ganz gleich welche Aufgabe.
Merinowolle bildet den Kern unserer drei neuen Winterhandschuhe – ganz gleich, ob Sie einen dünnen und flexiblen Unterziehhandschuh, einen präzisen Montagehandschuh oder einen robusten Handschuh mit avanciertem Schnittschutz und ESD-Schutz benötigen.
Arbeitshandschuhe mit Spezialschutz
Zubehör – Handschuhe
Zertifizierungen, die unser Engagement für Qualität, Gesundheit und Umwelt unterstreichen
Durch anerkannte Zulassungen und Zertifizierungen zeigen wir, dass wir Verantwortung übernehmen – nicht nur für die Produkte, die wir liefern, sondern auch für die Menschen, die sie verwenden, und für die Umwelt, die wir alle teilen. Die Zertifizierungen dokumentieren unsere engagierte Arbeit an nachhaltigen Lösungen und unseren starken Fokus auf Sicherheit in jeder Phase.
Die Zertifizierung ist eine starke Anerkennung unseres Engagements für Qualität, Sicherheit und Gesundheit. Sie können sicher sein, dass unsere Handschuhe ohne schädliche Chemikalien hergestellt werden.
OEKO-TEX® STANDARD 100 – für Textilien
OEKO-TEX® Standard 100 ist eine internationale Zertifizierung für Textilien, die garantiert, dass das Produkt auf Schadstoffe geprüft wurde und sicher in der Anwendung ist. Kurz gesagt: Sie gilt für alle textilbezogenen Produkte – von Rohmaterialien bis hin zu fertigen Waren.
Die Produkte werden auf mehr als 100 verschiedene Substanzen getestet, die gesundheitsschädlich sein können, darunter Schwermetalle, Formaldehyd und Pestizide. Je enger ein Produkt mit der Haut in Kontakt kommt, desto strenger sind die Anforderungen. Dies bietet sowohl Verbrauchern als auch Herstellern die Sicherheit, dass Textilien gesundheitlich unbedenklich und verantwortungsvoll produziert sind.
Sanitized®-Handschuhe
Mehrere der enganliegenden Arbeitshandschuhe von Wenaas sind mit Sanitized® behandelt. Das bedeutet, dass sie dauerhaft ausgerüstet sind, um die Sicherheit und Hygiene der Handschuhe zu gewährleisten, indem das Vorhandensein und das Wachstum von Bakterien beseitigt oder reduziert wird.
CE-Kategorien
Schutzhandschuhe, die die Sicherheitsanforderungen erfüllen, erhalten eine CE-Kennzeichnung. Schutzhandschuhe werden in drei Kategorien eingeteilt.
Kategorie 1 – Minimale Risiken
Schützt vor geringen Risiken. Der Hersteller ist dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass das Produkt die Anforderungen erfüllt und die CE-Kennzeichnung gewährleistet.
Kategorie 2 – Mittlere Risiken
Erfüllt die grundlegenden Anforderungen sowie zusätzliche Normen für spezifische Anwendungen. Muss in einem zugelassenen Labor geprüft und von einer benannten Stelle typgeprüft werden, die ein Zertifikat ausstellt.
Kategorie 3 – Schwere Risiken
Umfasst besonderen Schutz vor Risiken, die sehr schwerwiegende Folgen haben können, wie Tod oder dauerhafte Gesundheitsschäden. Die Handschuhe müssen von einem zugelassenen Labor geprüft und von einer benannten Stelle typgeprüft werden. Zusätzlich ist eine jährliche Überprüfung des Produktionsprozesses erforderlich, und das Produkt muss gründlich kontrolliert werden, um eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen. Der ID-Code der benannten Stelle (vierstellig) folgt der CE-Kennzeichnung, zum Beispiel: CE 1234.
EN ISO 21420:2020
Die Norm umfasst mehrere Aspekte, um sicherzustellen, dass die Handschuhe ausreichenden Schutz und Komfort bieten.
Hier ist eine kurze Übersicht über die wichtigsten Punkte der Norm:
Design und Konstruktion: Die Handschuhe müssen so gestaltet sein, dass der Benutzer normale Tätigkeiten ohne Einschränkung ausführen kann.
Unbedenklichkeit: Die verwendeten Materialien dürfen für den Benutzer nicht schädlich sein.
Wartung und Reinigung: Anweisungen zur Wartung und Reinigung müssen klar formuliert sein.
Komfort und Leistungsfähigkeit: Die Handschuhe müssen angenehm zu tragen sein und für den vorgesehenen Einsatzzweck wirksam sein.
Kennzeichnung und Informationen: Die Handschuhe müssen deutlich mit den erforderlichen Informationen gekennzeichnet sein.
Größenbestimmung und Messung: Die Größe der Handschuhe muss nach einem festgelegten Handmesssystem bestimmt werden.
Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren
- Die Handschuhe müssen so hergestellt sein, dass sie den vorgesehenen Schutz bieten.
- Das Material, die Nähte und die Kanten dürfen den Benutzer nicht verletzen.
- Die Handschuhe müssen sich leicht an- und ausziehen lassen.
- Der pH-Wert der Handschuhe muss zwischen 3,5 und 9,5 liegen.
- Der Chrom(VI)-Gehalt in Lederhandschuhen muss unter 3 mg/kg liegen.
- DMFa (Dimethylformamid) in Handschuhen mit PU-Anteil muss unter 1000 mg/kg liegen.
- Der Hersteller muss auf Anfrage eine Liste bekannter Allergene bereitstellen.
- Die Schutzwirkung der Handschuhe darf bei Einhaltung der Waschanleitung nicht beeinträchtigt werden.
- Die Handschuhe müssen entsprechend dem erforderlichen Schutzniveau eine maximale Fingerbeweglichkeit (Fingerfertigkeit) ermöglichen.
- Wenn elektrostatische Eigenschaften beansprucht werden, müssen die Handschuhe gemäß EN 16350:2014 geprüft werden.
EN ISO 21420 legt großen Wert auf die Unbedenklichkeit, um sicherzustellen, dass Schutzhandschuhe keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit oder Hygiene des Benutzers haben. Jedes Paar wird mit einer Gebrauchsanleitung geliefert, die relevante Informationen zu Normen, Hersteller, Pflege und Reinigung sowie zum vorgesehenen Einsatz enthält. Wir empfehlen, diese sorgfältig zu lesen.
Dies sind die Kennzeichnungsanforderungen für Handschuhe:
Jeder Schutzhandschuh muss mit den folgenden Informationen gekennzeichnet sein:
- Name des HerstellersBezeichnung des Handschuhs
- Größenangabe
- Piktogramme, die die für den Handschuh geltenden Normen einschließlich Referenz- und Leistungsstufen angeben
- Herstellungsdatum
- Ablaufdatum (falls zutreffend), dargestellt mit einem Sanduhrsymbol
Wenn es nicht möglich ist, den Handschuh selbst zu kennzeichnen, müssen die oben genannten Informationen in der ersten Verpackungsbeilage enthalten sein.
NS-EN 388
Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken
EN 511
Schutzhandschuh gegen Kälte
Diese Norm wird für Handschuhe verwendet, die für Arbeiten in kalten Umgebungen entwickelt wurden – sei es aufgrund von Witterungsbedingungen oder durch den Umgang mit gekühlten bzw. tiefgekühlten Materialien.
Kennzeichnung gemäß EN 511
Handschuhe, die gemäß EN 511 geprüft und zertifiziert wurden, tragen eine Kennzeichnung wie folgt: EN 511: xyz, wobei:
x = Schutz gegen konvektive Kälte (0–4)
y = Schutz gegen Kontaktkälte (0–4)
z = Widerstand gegen Wasserpenetration (0 oder 1)
Beispiel: EN 511: 3, 2, 1, das bedeutet:
• 3: Gute Beständigkeit gegen konvektive Kälte
• 2: Mäßige Beständigkeit gegen Kontaktkälte
• 1: Wasserdicht
Anwendungsbereiche
Handschuhe, die der EN 511 entsprechen, werden typischerweise in folgenden Arbeitsumgebungen eingesetzt:
- Arbeiten im Freien in kalten Klimazonen (Bauwesen, Transport, Landwirtschaft)
- Arbeiten in Kühl- und Tiefkühllagern
- Handhabung kalter Materialien in Industrie- und Logistikbereichen
EN 407
Schutzhandschuhe und andere Handschutz-Ausrüstungen gegen thermische Risiken (Hitze und/oder Feuer)
Handschuhe, die zum Schutz vor thermischen Gefahren entwickelt wurden, einschließlich Exposition gegenüber Hitze und Flammen. Diese Norm gilt für Handschuhe, die in Arbeitsumgebungen mit hohen Temperaturen oder Entflammbarkeitsrisiken verwendet werden.
EN 374-1 und EN 374-5
Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen
Handschuhe, die vor Chemikalien, Bakterien, Viren, Pilzen und mehr schützen. Solche Handschuhe werden häufig im Labor, im Gesundheitswesen und bei Tätigkeiten eingesetzt, die den Umgang mit Chemikalien erfordern.
EN 374 ist eine europäische Norm für Handschuhe, die vor chemischen und mikrobiologischen Risiken schützen. Sie wird zur Zertifizierung von Handschuhen verwendet, die Schutz vor Chemikalien, Mikroorganismen (Bakterien, Viren und Pilzen) und in einigen Fällen auch vor gefährlichen Flüssigkeiten bieten. Die Norm besteht aus mehreren Teilen, die verschiedene Risikotypen und Prüfverfahren abdecken.
Wann werden EN-374-Handschuhe eingesetzt?
Handschuhe, die gemäß EN 374 zertifiziert sind, werden in Situationen eingesetzt, in denen Schutz vor Chemikalien oder Mikroorganismen erforderlich ist, zum Beispiel:
- Laborarbeiten
- Gesundheitswesen (Schutz vor Viren und Bakterien)
- Industrielle Arbeiten mit Chemikalien
- Reinigungsarbeiten mit starken Reinigungsmitteln
Es ist wichtig, Handschuhe zu wählen, die für die spezifischen Chemikalien und Gefährdungen in Ihrer Arbeitsumgebung geeignet sind. Die Tabelle zur Chemikalienbeständigkeit (einschließlich Durchdringungszeit und Degradation) sollte vor der Verwendung immer konsultiert werden.
EN 12477
Schutzhandschuhe für Schweißer
Schweißerhandschuhe sind speziell dafür entwickelt, optimalen Schutz vor Hitze, Funken und Schweißspritzern während des Schweißens und anderer Arbeiten bei hohen Temperaturen zu bieten. Sie bestehen typischerweise aus robustem Leder, wie Rinds- oder Ziegenleder, und verfügen häufig über hitzebeständige Innenfutter für zusätzliche Sicherheit und Komfort. Längere Stulpen schützen die Unterarme, und die Nähte sind in der Regel mit hitzebeständigem Garn vernäht, um extremen Temperaturen standzuhalten. Ob MIG-, TIG- oder Lichtbogenschweißen – es gibt Handschuhe, die für jeden spezifischen Bedarf ausgelegt sind.
EN 659
Schutzhandschuhe für Feuerwehrleute
EN 60903
Handschuhe aus isolierendem Material
EN 10819
Mechanische Vibration und Stoß — Hand-Arm-Vibration — Messung und Bewertung der Vibrationsübertragung von Handschuhen an der Handfläche
EN 1149-3
Schutzkleidung — Elektrostatische Eigenschaften
EN 421
Schutzhandschuhe gegen ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination
SPEZIALHANDSCHUHE FÜR FEUERWEHRLEUTE Diese Handschuhe sind dafür ausgelegt, Schutz vor Hitze, Flammen, Schnitten, Stichen und anderen Gefahren zu bieten, denen Feuerwehrleute bei Rettungseinsätzen und der Brandbekämpfung ausgesetzt sein können. Darüber hinaus müssen die Handschuhe flexibel genug sein, damit der Träger Geräte effektiv handhaben kann.
ISOLIERHANDSCHUHE FÜR ELEKTROARBEITEN
Diese Handschuhe werden geprüft und zugelassen, um elektrischen Schlag zu widerstehen, was für die Sicherheit in Hochspannungsarbeitsumgebungen entscheidend ist. Sie werden außerdem auf mechanische Belastung, altersbedingte Materialermüdung sowie auf Beständigkeit gegen weitere Einflüsse wie Flammen, Temperatur, Öl und mehr getestet.
SCHUTZ GEGEN MECHANISCHE VIBRATIONEN UND STÖSSE
Die Norm legt Anforderungen und Prüfverfahren für Handschuhe fest, die dazu entwickelt wurden, Vibrationen von handgeführten Werkzeugen wie Bohrmaschinen, Winkelschleifern und Kettensägen zu reduzieren. Die Handschuhe müssen ausreichend komfortabel sein, um den normalen Werkzeuggebrauch zu ermöglichen, während sie gleichzeitig Vibrationen wirksam vermindern, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.
SCHUTZ GEGEN STATISCHE ELEKTRIZITÄT
Diese Norm legt die erforderlichen Eigenschaften fest, um elektrische Ladungen zu kontrollieren, die in explosionsgefährdeten Umgebungen auftreten können. Die Materialien müssen das Risiko elektrostatischer Entladungen minimieren, die Funken und potenzielle Explosionen verursachen könnten – insbesondere in industriellen Bereichen oder in der Elektronikfertigung.
SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN IONISIERENDE STRAHLUNG UND RADIOAKTIVE KONTAMINATION Produkte, die für den Einsatz in Umgebungen entwickelt wurden, in denen ein Risiko durch ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination besteht.Diese können medizinische, nukleare oder Laborumgebungen umfassen. Die Materialien müssen eine hohe Dichte aufweisen – häufig verstärkt mit Blei – und werden auf ihre Durchlässigkeit unter Druck geprüft.
Handschuhdicke (Gauge)
Gauge bezeichnet die Dicke des Handschuhs und gibt die Anzahl der Maschen pro Zoll an.
10-gauge: Dick und langlebig, geeignet für schwere Arbeiten.
13-gauge: Ausgewogene Langlebigkeit und Fingerfertigkeit für allgemeine Aufgaben.
15-gauge: Dünner, geeignet für die Handhabung kleiner Teile.
18-gauge: Sehr fingerfertig, ideal für Präzisionsarbeiten.
21-gauge: Extrem dünn, hervorragend für feine Tätigkeiten.
PU-beschichtet
- Flexibleres und elastischeres Tragegefühl
- Wird eingesetzt, wenn Fingerspitzengefühl besonders wichtig ist
- PU-Mikroschaum ist weich und beständig gegen Wasser und Schmierstoffe
- Lässt Luft durch und hält die Hände trocken
- Bietet hervorragenden Grip, besonders in trockenen Umgebungen
EMPFOHLEN: Für Aufgaben, die optimales Fingerspitzengefühl erfordern und bei denen die Arbeitsumgebung trocken ist.
Nitril-beschichtet
- Nitril-Mikroschaum bietet hervorragenden Grip sowohl in trockenen als auch in nassen Bedingungen.
- Bietet zudem sehr guten Halt in öligen Umgebungen.Kann doppelt getaucht werden, um den Handschuh flüssigkeits- und ölbeständig zu machen.
- Hält hohen Temperaturen stand.Sehr langlebig mit ausgezeichneter Reißfestigkeit.
- Schützt gegen Basen, Säuren, Lösungsmittel, Schmierstoffe und tierische Fette.
EMPFOHLEN: Für alle, die in öligen Umgebungen wie Werkstätten, der Automobilindustrie oder anderen mechanischen Branchen arbeiten.
Die Tabelle zeigt die Eigenschaften von Nitril- und PU-Beschichtungen.